Live on Tour: Digitalism live in Prag

Elektronische Beats, verzerrte Synthesizer und diese besondere Mischung aus Clubnacht und Indie-Konzert: Digitalismkommen am 22. Oktober 2026 nach Prag. Im Palác Akropolis präsentieren die Hamburger Elektro-Pioniere ihre neue „OPTIMISM“-Ära – und treffen dabei auf einen Veranstaltungsort, der mit seiner intimen Clubatmosphäre ziemlich genau zu ihrem energiegeladenen Livesound passt.


Digitalism bringen „OPTIMISM“ nach Prag

Mehr als 20 Jahre nach ihren ersten gemeinsamen Produktionen sind Digitalism weiterhin dort zu Hause, wo elektronische Clubmusik auf Indie, Rock und große Melodien trifft. Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, macht das Duo auf seiner Europatour Station im Palác Akropolis in Prag 3.

Im Mittelpunkt steht das 2026 erschienene Album „OPTIMISM“. Schon der Titel verrät, wohin die Reise gehen soll: weniger düstere Zukunftsstimmung, dafür Energie, Bewegung und der Versuch, elektronische Musik wieder als euphorisches Gemeinschaftserlebnis zu verstehen. Das Album erschien am 29. Mai 2026 und umfasst zwölf Tracks – darunter „Space Invaders“, „Planet Rhythm“, „Golden“, „House Alarm“ und „Achtung! Optimism“.

Ganz ohne Rückblick auf die Vergangenheit dürfte der Abend allerdings kaum auskommen. Mit Songs wie „Pogo“ und „Zdarlight“ schufen Digitalism bereits in den 2000er-Jahren Stücke, die eng mit der damaligen Electro- und Indie-Dance-Welle verbunden sind und bis heute zu ihren bekanntesten Tracks gehören. Der Veranstalter kündigt für Prag entsprechend eine Mischung aus dem neuen Album und der energiegeladenen Liveshow an, für die das Duo seit Jahren bekannt ist.

Digitalism – OPTIMISM Tour 2026
Datum: 22.10.2026
Ort: Palác Akropolis, Kubelíkova 27, Prag 3

Direkt nach dem Prager Konzert geht die Tour weiter nach Wien, wo Digitalism bereits am folgenden Abend im Flex auftreten. Weitere Termine führen das Duo unter anderem nach Manchester, London, Berlin und Hamburg.

Über Digitalism

Hinter Digitalism stehen die beiden Produzenten Jens „Jence“ Moelle und İsmail „Isi“ Tüfekçi. Kennengelernt haben sie sich in Hamburg, gegründet wurde Digitalism offiziell 2004. Ihre ersten Tracks entstanden dabei nicht in einem glamourösen Großstudio, sondern in einem Studio in einem ehemaligen Bunker – eine ungewöhnliche Ausgangslage für ein Projekt, das kurze Zeit später auf internationalen Festivalbühnen stehen sollte.

Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können. Mitte der 2000er-Jahre begannen sich elektronische Clubmusik und Indie-Rock immer stärker zu vermischen. Gitarrenbands entdeckten Synthesizer, DJs spielten plötzlich auf Rockfestivals und zwischen Electro, Dance-Punk und Indie entstand eine neue Szene. Digitalism passten perfekt in diesen Moment, ohne dabei einfach wie eine Kopie anderer Acts zu klingen. Verzerrte Synthesizer, kräftige Basslines und harte elektronische Beats trafen auf Melodien und Strukturen, die genauso gut aus einem Indie-Song stammen konnten.

Eine wichtige Rolle spielte dabei das französische Label Kitsuné, das Digitalism früh unter Vertrag nahm. 2007 erschien dort das Debütalbum „Idealism“. Mit Songs wie „Pogo“, „Zdarlight“ und „Idealistic“ entwickelte sich die Platte zu einem prägenden Album dieser Electro-Indie-Phase. Gerade „Pogo“ zeigte, wie gut die Verbindung funktionierte: elektronisch genug für den Club, melodisch genug für Indie-Fans und gleichzeitig mit einem Refrain ausgestattet, der auch auf großen Festivalbühnen funktioniert.

Digitalism machten sich außerdem früh als Remixer einen Namen. Unter anderem bearbeiteten sie „Never Let Me Down Again“ von Depeche Mode und arbeiteten an Remixen für Künstler und Bands wie The Presets, Cut Copy und Klaxons. Diese Arbeit zwischen eigenen Songs, DJ-Kultur und Neuinterpretationen anderer Künstler wurde zu einem festen Bestandteil ihrer musikalischen Identität.

In den folgenden Jahren erschienen weitere Alben wie „I Love You, Dude“, „Mirage“ und „JPEG“. Gleichzeitig führte der Weg immer wieder auf internationale Bühnen. Digitalism spielten unter anderem bei großen Festivals wie Coachella, Tomorrowland und Lollapalooza und entwickelten einen Live-Stil, der irgendwo zwischen Konzert und DJ-Set liegt. Statt elektronische Musik lediglich vom Laptop abzuspielen, arbeiten ihre Shows mit Synthesizern, Live-Elementen, spontanen Übergängen und der Energie einer klassischen Band.

2026 beginnt mit „OPTIMISM“ nun ein weiteres Kapitel. Nach einer längeren Pause zwischen den regulären Studioalben klingt der Titel fast wie ein Gegenentwurf zur allgemeinen Weltlage: zwölf elektronische Tracks, die bewusst auf Bewegung, Melodie und positive Energie setzen. Geschrieben wurden sämtliche Stücke von Moelle und Tüfekçi und von Digitalism selbst produziert.

Das Palác Akropolis dürfte dafür ein besonders passender Ort sein. Statt riesiger Arena erwartet die Besucher ein deutlich kompakteres Konzert in Prag 3, bei dem die Grenze zwischen Bühne und Club kleiner ausfällt. Und genau dort funktioniert Digitalism traditionell besonders gut: wenn aus einem elektronischen Track plötzlich ein Indie-Konzert wird – und wenige Minuten später wieder eine Clubnacht.


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