Im November gehört Prag für einige Tage ganz dem Klavier: Das Rudolf-Firkušný-Klavierfestival (Klavírní festival Rudolfa Firkušného) bringt international renommierte Pianisten und herausragende Nachwuchskünstler in das Rudolfinum an der Moldau. Das jährlich stattfindende Festival ist nach dem bedeutenden tschechischen Pianisten Rudolf Firkušný benannt und gehört inzwischen fest zur Prager Konzertsaison. 2026 findet bereits die 14. Ausgabe statt – mit fünf Konzertabenden im berühmten Dvořák-Saal.
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Rudolf-Firkušný-Klavierfestival 2026
Die 14. Ausgabe des Rudolf-Firkušný-Klavierfestivals findet vom 3. bis 9. November 2026 in Prag statt. Veranstaltet wird das Festival unter dem Dach des internationalen Musikfestivals Prager Frühling (Pražské jaro).
Die fünf Hauptkonzerte des Festivals werden 2026 im Dvořák-Saal (Dvořákova síň) des Rudolfinums aufgeführt. Bereits am 2. November ergänzt eine Masterclass mit Sir András Schiff das Festivalprogramm.
| Veranstaltung | Rudolf-Firkušný-Klavierfestival |
| Tschechisch | Klavírní festival Rudolfa Firkušného |
| Termin 2026 | 3.–9. November 2026 |
| Ausgabe | 14. Festival |
| Veranstaltungsort | Rudolfinum – Dvořák-Saal |
| Stadtteil | Prag 1 – Altstadt (Staré Město) |
| Rhythmus | jährlich im November |
Wenn du im November in der Stadt bist, findest du weitere saisonale Veranstaltungen, Feiertage und Reisetipps in unserem Beitrag Prag im November.
Programm des Klavierfestivals 2026
Für die Ausgabe 2026 hat das Festival sechs international bekannte Pianisten eingeladen, die sich auf fünf Konzertabende verteilen. Neben etablierten Größen stehen auch jüngere Künstler und Vertreter der tschechischen Klavierschule auf dem Programm.
3. November – Jevgenij Kissin & Sir András Schiff
Zum Auftakt treffen mit Jevgenij Kissin und Sir András Schiff zwei der bekanntesten Pianisten ihrer Generation aufeinander. Gemeinsam treten sie erstmals in Prag als Klavierduo auf. Auf dem Programm stehen internationale Klassiker ebenso wie tschechische Kompositionen von Bedřich Smetana und Antonín Dvořák.
5. November – Lukas Sternath
Der österreichische Pianist Lukas Sternath gehört zu den aufstrebenden Namen der internationalen Klavierszene. Sein Prager Festivalabend verbindet Werke von Franz Schubert und Franz Liszt und stellt die romantische Klavierliteratur in den Mittelpunkt.
6. November – Marek Kozák
Mit Marek Kozák ist auch die tschechische Interpretationsschule vertreten. Sein Programm ist von unterschiedlichen musikalischen Tanzformen geprägt und verbindet dabei verschiedene Epochen und Kompositionsstile.
7. November – Anna Vinnickaja
Anna Vinnickaja widmet ihren Festivalabend unter anderem Werken von Johannes Brahms, Sergej Rachmaninow, Alexander Skrjabin und Frédéric Chopin. Damit reicht das Programm von der deutschen Romantik bis zur russischen und polnischen Klaviertradition.
9. November – Grigorij Sokolov
Den Abschluss übernimmt Grigorij Sokolov. Der international gefeierte Pianist ist für seine konzentrierten Soloabende und seine sehr individuelle Interpretation des klassischen Repertoires bekannt und kehrt nach mehreren Jahren zum Firkušný-Festival zurück.
Das aktuelle Detailprogramm sowie mögliche kurzfristige Änderungen findest du direkt auf der offiziellen Festivalwebsite.
Ein Festival für große Pianisten
Das Rudolf-Firkušný-Klavierfestival wurde 2013 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einem festen Bestandteil der klassischen Konzertsaison in Prag entwickelt. Anders als große Musikfestivals mit Orchestern, Opern und Kammermusik konzentriert sich dieses Festival bewusst auf das Klavier.
Im Mittelpunkt stehen vor allem Solo-Rezitale. Dadurch entsteht ein vergleichsweise konzentriertes Festivalformat, bei dem einzelne Künstler und ihre Interpretation des Repertoires besonders stark im Vordergrund stehen.
Organisatorisch ist das Festival eng mit dem Internationalen Musikfestival Prager Frühling (Mezinárodní hudební festival Pražské jaro) verbunden. Während der Prager Frühling im Mai und Juni zahlreiche Orchester, Ensembles und Solisten nach Prag bringt, setzt das Firkušný-Festival im Herbst einen eigenen Schwerpunkt auf internationale Klavierkunst.
Weitere wichtige Kulturveranstaltungen findest du in unserem Überblick über die bedeutendsten Festivals und Kultur-Events in Prag.
Wer war Rudolf Firkušný?
Rudolf Firkušný wurde 1912 in Mähren geboren und gehörte zu den international bedeutendsten tschechischen Pianisten des 20. Jahrhunderts. Seine Karriere führte ihn auf große Konzertbühnen in Europa und den Vereinigten Staaten.
Auch mit dem Prager Frühling war Firkušný eng verbunden. Bereits bei der ersten Ausgabe des Festivals im Jahr 1946 trat er als Künstler auf. Nach der kommunistischen Machtübernahme verließ er die Tschechoslowakei und lebte jahrzehntelang im Ausland.
Nach der politischen Wende kehrte Firkušný nach Prag zurück. Sein erneuter Auftritt beim Prager Frühling 1990 wurde zu einem symbolträchtigen kulturellen Ereignis nach dem Ende des kommunistischen Regimes. Das heutige Klavierfestival erinnert mit seinem Namen an sein musikalisches Erbe und seine besondere Verbindung zur tschechischen Musik.
Das Rudolfinum als Festivalzentrum
Kaum ein Ort passt besser zu einem internationalen Klavierfestival als das Rudolfinum. Das repräsentative Konzert- und Galeriegebäude steht unmittelbar an der Moldau (Vltava) am Alšovo nábřeží und gehört zu den wichtigsten Kulturhäusern der tschechischen Hauptstadt.
Im Gebäude befindet sich der berühmte Dvořák-Saal (Dvořákova síň), der auch Heimstätte der Tschechischen Philharmonie ist. Seine Akustik und das historische Ambiente machen ihn zu einem der bedeutendsten Konzertsäle Prags.
Das Rudolfinum liegt am Rand der Altstadt (Staré Město). Von hier erreichst du zu Fuß innerhalb weniger Minuten den Altstädter Ring, das Jüdische Viertel und die Karlsbrücke. Das Festival lässt sich deshalb sehr gut mit einem klassischen Sightseeing-Tag in Prag verbinden.
Wenn klassische Musik für deine Reise eine größere Rolle spielt, findest du weitere Konzertsäle, Kirchen und Spielstätten in unserem Guide Klassische Konzerte in Prag – die besten Orte.
Anreise zum Rudolf-Firkušný-Klavierfestival
Das Rudolfinum befindet sich sehr zentral in Prag 1 und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln unkompliziert erreichbar.
- Adresse: Alšovo nábřeží 79/12, Prag 1
- Metro: Linie A bis Staroměstská
- Straßenbahn: Haltestelle Staroměstská
- Zu Fuß: wenige Minuten vom Jüdischen Viertel und rund zehn Minuten vom Altstädter Ring entfernt
Wenn du bereits im historischen Zentrum unterwegs bist, ist der Fußweg meist die einfachste Variante. Besonders schön ist die Strecke entlang der Moldau oder durch die Altstadt.
Das Rudolf-Firkušný-Klavierfestival findet jährlich statt
Das Rudolf-Firkušný-Klavierfestival ist keine einmalige Veranstaltungsreihe, sondern ein jährlich wiederkehrendes Prager Kulturfestival. Seit seiner Gründung 2013 findet es regelmäßig im Herbst statt und hat sich besonders im November als Bestandteil des Prager Konzertkalenders etabliert.
Die genauen Festivaltage und das Programm werden für jede Ausgabe neu festgelegt. Wenn du eine Reise speziell wegen des Festivals planst, solltest du deshalb immer den aktuellen Termin prüfen.
Einen Überblick über weitere Konzerte, Festivals, Märkte und Veranstaltungen während des Jahres findest du unter Events und Veranstaltungen in Prag.
Klassische Musik als besonderes Prag-Erlebnis
Prag ist eng mit Komponisten wie Bedřich Smetana, Antonín Dvořák und Leoš Janáček verbunden. Gleichzeitig gehören historische Konzertsäle, Opernhäuser und Kirchen bis heute zum lebendigen Kulturleben der Stadt.
Das Rudolf-Firkušný-Klavierfestival zeigt diese musikalische Seite Prags besonders konzentriert. Wer die Stadt Anfang November besucht und klassische Musik mag, kann einen Abend im Rudolfinum deshalb hervorragend mit dem übrigen Prag-Programm verbinden.
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