Live on Tour: James Blunt live in Prag

„You’re Beautiful“, „Goodbye My Lover“, „1973“ und „Bonfire Heart“: James Blunt gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den bekanntesten britischen Singer-Songwritern. Am 5. März 2027 kehrt er nach Prag zurück und bringt seine neue Airplane Mode Tour ins O2 universum. Neben den großen Hits seiner Karriere stehen dabei auch Songs seines neuen Albums „Airplane Mode“ auf dem Programm.


James Blunt bringt die Airplane Mode Tour nach Prag

Am Freitag, 5. März 2027, steht James Blunt im O2 universum in Prag 9 auf der Bühne. Das Konzert beginnt um 20:00 Uhr und ist Teil einer umfangreichen Europatour, die ihn im Frühjahr unter anderem nach Amsterdam, Paris, München, Mailand, Zürich, Wien, Budapest, Berlin und London führt.

Im Mittelpunkt steht sein neues Studioalbum „Airplane Mode“, das am 6. November 2026 erscheinen soll. Die reguläre Ausgabe umfasst zwölf Songs, darunter „Circles“, „Time To Time“, „Modern Love“, „Tastes Like Summer“, „Weight Of It All“, „Reason To Die“ und „Dancing In My Head“. Für James Blunt beginnt damit nach „Who We Used To Be“ ein weiteres Kapitel seiner inzwischen mehr als 20 Jahre umfassenden Karriere.

Wer hauptsächlich wegen der Klassiker kommt, dürfte trotzdem auf seine Kosten kommen. „You’re Beautiful“, „Goodbye My Lover“ und „1973“ werden bereits in der offiziellen Ankündigung des Prager Konzerts hervorgehoben. Hinzu kommt ein umfangreicher Katalog mit Songs wie „High“, „Wisemen“, „Same Mistake“, „Stay the Night“, „Bonfire Heart“ oder „Monsters“.

James Blunt Airplane Mode Tour 2027
Datum: 05.03.2027
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: O2 universum, Prag 9

Prag liegt dabei ziemlich genau in der Mitte des ersten großen europäischen Tourabschnitts. Zwei Tage zuvor spielt Blunt in Zürich, am folgenden Tag geht es nach Innsbruck und anschließend nach Wien weiter. Für Prag ist es zugleich eine Rückkehr nach rund drei Jahren: Zuletzt war James Blunt 2024 im Forum Karlín zu Gast.

Über James Blunt

James Blunt gehört zu den Musikern, deren Karrieregeschichte fast zu ungewöhnlich klingt, um erfunden zu sein. Bevor Millionen Menschen „You’re Beautiful“ mitsangen, stand er nicht in einem Tonstudio, sondern als Offizier der britischen Armee im Dienst. Er war unter anderem während des Kosovo-Konflikts Teil einer NATO-Friedenstruppe. Seine offizielle Biografie beschreibt sogar, dass das erste Konzert, das er jemals besuchte, gleichzeitig das erste Konzert gewesen sei, bei dem er selbst auftrat – kurz nachdem er 2002 die Armee verlassen hatte.

Musik spielte allerdings schon vorher eine Rolle. Blunt schrieb Songs, spielte Gitarre und Klavier und entschied sich nach seiner Militärzeit endgültig für eine Karriere als Musiker. Der Start verlief geradezu explosionsartig: Sein Debütalbum „Back to Bedlam“ erschien 2004 und entwickelte sich vor allem im folgenden Jahr zu einem der erfolgreichsten britischen Alben seiner Zeit. In Großbritannien stand es insgesamt zehn Wochen auf Platz eins der Albumcharts.

Der Song, der alles veränderte, war natürlich „You’re Beautiful“. Die Single erreichte 2005 Platz eins der britischen Charts und hielt sich dort fünf Wochen. Der Erfolg ging allerdings weit über Großbritannien hinaus. Der Song wurde international zum Welthit und ist bis heute so eng mit James Blunt verbunden, dass er selbst regelmäßig darüber scherzt, praktisch nur diesen einen Hit gehabt zu haben. Tatsächlich erzählt seine Diskografie eine deutlich andere Geschichte.

Schon das Debüt enthielt neben „You’re Beautiful“ weitere bis heute bekannte Songs wie „High“, „Wisemen“ und vor allem „Goodbye My Lover“. Blunts Musik funktionierte dabei anders als vieles, was Mitte der 2000er die britischen Charts dominierte. Statt großer Popproduktionen standen häufig Klavier, akustische Gitarren, persönliche Texte und seine ungewöhnlich hohe, sofort erkennbare Stimme im Vordergrund.

Der Erfolg brachte ihm 2006 bei den BRIT Awards unter anderem die Auszeichnungen als British Male Solo Artist und Pop Act ein. Dazu kamen fünf Grammy-Nominierungen. „Back to Bedlam“ entwickelte sich langfristig zu einem der erfolgreichsten britischen Debütalben und verkaufte sich laut Blunts offizieller Biografie weltweit mehr als zwölf Millionen Mal.

2007 folgte „All the Lost Souls“. Bereits die erste Single „1973“ zeigte, dass Blunt nicht auf melancholische Klavierballaden festgelegt war. Der Song klingt deutlich leichter und nostalgischer und entwickelte sich ebenfalls zu einem internationalen Erfolg. Das Album erreichte erneut Platz eins der britischen Charts.

Danach folgten „Some Kind of Trouble“, „Moon Landing“, „The Afterlove“, „Once Upon a Mind“ und „Who We Used To Be“. Besonders erfolgreich wurde 2013 „Bonfire Heart“, einer jener Songs, die heute neben „You’re Beautiful“ und „1973“ regelmäßig zu den zentralen Momenten seiner Konzerte gehören. Musikalisch bewegte sich Blunt dabei zunehmend zwischen klassischem Singer-Songwriter-Pop, Folk, Rock und modernerer Popproduktion.

Ein wichtiger Teil seiner öffentlichen Persönlichkeit ist inzwischen allerdings etwas, das mit der Musik nur am Rande zu tun hat: sein Humor. Während viele Künstler auf Kritik empfindlich reagieren, machte James Blunt daraus über Jahre praktisch eine zweite Karriere. Besonders in sozialen Netzwerken beantwortet er Beleidigungen und Kommentare regelmäßig mit trockenem britischen Humor und nimmt dabei vor allem sich selbst nicht besonders ernst.

Zum 20-jährigen Jubiläum von „Back to Bedlam“ trieb er diesen Humor besonders weit. 2024 versprach er, seinen Namen offiziell zu ändern, falls die Jubiläumsausgabe des Albums erneut Platz eins erreichen würde. Fans durften über den neuen Namen abstimmen und entschieden sich ausgerechnet für „Blunty McBluntface“. Das Album erreichte schließlich Platz sieben – James Blunt durfte also James Blunt bleiben.

Hinter den Witzen stehen allerdings immer wieder sehr persönliche Songs. Besonders deutlich wurde das bei „Monsters“, das Blunt für seinen schwer erkrankten Vater schrieb. Der reduzierte Song entwickelte sich Jahre nach seinem ursprünglichen Erscheinen noch einmal zu einem seiner bekanntesten Stücke. Persönliche Verluste, Familie, Beziehungen und das Älterwerden gehören generell zu den Themen, die seine Musik deutlich stärker prägen als die ironische öffentliche Figur vermuten lässt.

2027 geht es nun mit „Airplane Mode“ weiter. Das Album erscheint bereits im November 2026 und bildet die Grundlage für die anschließende große Tour. Der Titel passt dabei erstaunlich gut zu einem Musiker, der seit über zwei Jahrzehnten praktisch permanent zwischen Ländern, Konzertsälen und Tourbussen unterwegs ist.

Beim Konzert im O2 universum treffen deshalb mehrere Generationen James Blunt aufeinander: der ehemalige Soldat mit Akustikgitarre, der Mitte der 2000er plötzlich zum Weltstar wurde, der selbstironische Entertainer, der seinen größten Hit inzwischen genauso gern verspottet wie spielt, und ein Musiker, der 2027 mit einem komplett neuen Album wieder auf Welttournee geht.

Und eines dürfte am 5. März 2027 ziemlich sicher sein: Wenn irgendwann die ersten Töne von „You’re Beautiful“erklingen, wird James Blunt vermutlich wieder so tun, als hätte die Welt seit 2005 keinen anderen Song von ihm gehört – bevor einige Tausend Menschen im O2 universum genau diesen Song Wort für Wort mitsingen.


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