Das Palladium gehört zu den größten und bekanntesten Einkaufszentren im Zentrum von Prag. Es befindet sich direkt am Platz der Republik (náměstí Republiky), nur wenige Schritte vom Gemeindehaus (Obecní dům) und vom Pulverturm (Prašná brána) entfernt. Hinter den historischen Fassaden einer ehemaligen Militärkaserne erwartet dich ein modernes Einkaufszentrum mit mehr als 150 Geschäften, zahlreichen Restaurants und Cafés sowie einem Supermarkt. Durch die zentrale Lage und die direkte Anbindung an die Metro eignet sich das Palladium besonders gut für eine Einkaufspause während einer Besichtigungstour durch die Prager Innenstadt.

Das Palladium am Platz der Republik
Das Palladium liegt an der östlichen Grenze der historischen Altstadt im Stadtteil Prager Neustadt (Nové Město). Direkt gegenüber befindet sich das traditionsreiche Kaufhaus Kotva, während auf der anderen Seite des Platzes das Jugendstilgebäude des Gemeindehauses und der spätgotische Pulverturm stehen.
Vom Palladium erreichst du den Altstädter Ring zu Fuß in ungefähr zehn Minuten. Auch die Einkaufsstraße Na Příkopě, der Wenzelsplatz und der Masaryk-Bahnhof befinden sich in der näheren Umgebung.
Durch diese Lage lässt sich ein Besuch problemlos mit einem Spaziergang durch die Altstadt oder einem Rundgang entlang der ehemaligen Prager Stadtbefestigung verbinden.

Einkaufen auf fünf Ebenen
Die Geschäfte des Palladiums verteilen sich auf fünf Verkaufsebenen. Das Angebot reicht von Mode, Schuhen und Schmuck bis zu Kosmetik, Elektronik, Haushaltswaren und Reisebedarf.
Im Einkaufszentrum findest du sowohl internationale Marken als auch tschechische Geschäfte. Zum Angebot gehören unter anderem Modeketten, Schuhläden, Parfümerien, Drogerien, Elektronikgeschäfte, Juweliere und Mobilfunkanbieter.
Einige Geschäfte verkaufen außerdem böhmisches Glas, Kosmetikprodukte, Lebensmittel und Souvenirs aus Tschechien. Für den täglichen Bedarf gibt es im Untergeschoss einen großen Supermarkt.
Da sich die Zusammensetzung der Geschäfte regelmäßig verändert, lohnt sich vor einem gezielten Einkaufsbesuch ein Blick in das aktuelle Verzeichnis des Palladiums.
Restaurants, Cafés und Foodcourt
Auf der oberen Ebene des Einkaufszentrums befindet sich ein großer Gastronomiebereich. Hier kannst du zwischen verschiedenen internationalen Küchen, Schnellrestaurants, Cafés und Bäckereien wählen.
Das Angebot reicht von Burgern, Pizza und asiatischen Gerichten bis zu vegetarischen Speisen, Kaffee und süßem Gebäck. Daneben gibt es einzelne Restaurants mit eigenen Sitzbereichen.
Der Foodcourt ist besonders praktisch, wenn du während einer Stadtbesichtigung schnell und unabhängig vom Wetter etwas essen möchtest. Zur Mittagszeit und am frühen Abend kann es hier allerdings recht voll werden.
Für ein besonderes Abendessen oder traditionelle tschechische Küche findest du in den umliegenden Straßen meist eine größere Auswahl an klassischen Restaurants und Bierlokalen.
Vom mittelalterlichen Stadtviertel zur Militärkaserne
Der Standort des heutigen Palladiums besitzt eine lange Geschichte. Archäologische Untersuchungen belegen, dass das Gebiet bereits im Mittelalter bebaut war. Bei Ausgrabungen wurden unter anderem Überreste romanischer Steinhäuser entdeckt.
Im 14. Jahrhundert befanden sich auf dem Gelände ein Hospital für arme Menschen, eine kleine Kirche, Wirtschaftsgebäude und ein Garten. Später übernahm der Kapuzinerorden das Areal und errichtete hier ein Kloster.
Aus dieser Zeit stammt die benachbarte St.-Josef-Kirche (Kostel svatého Josefa), die noch heute zwischen dem Palladium und dem Platz der Republik steht.
Nach der Aufhebung des Klosters unter Kaiser Joseph II. wurde der Gebäudekomplex militärisch genutzt. Im 19. Jahrhundert entstanden Kasernen, Stallungen und eine große Reithalle. Die Anlage wurde später nach dem böhmischen König Georg von Podiebrad benannt.
Bis in die 1990er-Jahre nutzte das Militär Teile des Komplexes. Die Kaserne wurde 1993 geschlossen.
Historische Architektur im modernen Einkaufszentrum
Beim Umbau zum Einkaufszentrum wurden Teile der historischen Fassaden und der ehemaligen Kasernengebäude erhalten. Dadurch unterscheidet sich das Palladium äußerlich deutlich von vielen modernen Einkaufszentren am Stadtrand.
Zu den interessantesten erhaltenen Elementen gehört die Konstruktion der ehemaligen Reithalle aus dem 19. Jahrhundert. Ihr historisches Holzdach wurde während des Umbaus zerlegt, restauriert und anschließend wieder in den Gebäudekomplex integriert.
Auch archäologische Überreste früherer Gebäude wurden teilweise in das heutige Palladium eingebunden. Im Inneren findest du außerdem Kunstwerke und Installationen, die an die Geschichte des Standorts erinnern.
Hinter den historischen Außenfassaden ist das Einkaufszentrum jedoch überwiegend modern gestaltet. Rolltreppen, offene Galerien und große Verkaufsflächen verbinden die oberirdischen und unterirdischen Ebenen miteinander.
Eröffnung des Palladiums
Nach umfangreichen archäologischen Untersuchungen und Bauarbeiten wurde das Palladium am 25. Oktober 2007 eröffnet. Der neue Komplex verband die denkmalgeschützten Gebäudeteile der ehemaligen Kaserne mit modernen Einkaufs-, Büro- und Gastronomieflächen.
Die Entwicklung des Projekts war aufgrund der historischen Bausubstanz und der bedeutenden archäologischen Funde besonders aufwendig. Heute erinnert vor allem die äußere Gestaltung noch an die frühere Nutzung des Areals.
Öffnungszeiten des Palladiums
Die Geschäfte im Palladium sind in der Regel täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Das Einkaufszentrum selbst ist meist bereits ab 7:00 Uhr zugänglich und schließt gegen 22:00 Uhr.
Der Supermarkt im Untergeschoss öffnet normalerweise früher als die übrigen Geschäfte. Restaurants und Cafés können eigene Öffnungszeiten haben und teilweise länger geöffnet bleiben.
An Feiertagen sowie während besonderer Veranstaltungen können die Öffnungszeiten abweichen. Prüfe die aktuellen Zeiten daher vor deinem Besuch auf der offiziellen Internetseite des Einkaufszentrums.
Wie kommst du zum Palladium?
Die einfachste Verbindung bietet die Metrolinie B. Die Station Platz der Republik (Náměstí Republiky) besitzt einen Ausgang unmittelbar am Einkaufszentrum.
Auch mehrere Straßenbahnlinien halten auf dem Platz oder in der angrenzenden Straße Na Poříčí. Vom Hauptbahnhof erreichst du das Palladium zu Fuß in ungefähr 15 Minuten. Der Masaryk-Bahnhof liegt nur wenige Gehminuten entfernt.
Wenn du mit dem Auto anreist, kannst du die unterirdische Parkgarage nutzen. Die Einfahrt befindet sich an der Straße Revoluční. Da das Palladium mitten im Stadtzentrum liegt, sind Metro und Straßenbahn meistens die bequemere Möglichkeit.
Barrierefreiheit und Ausstattung
Die Verkaufsebenen sind über Aufzüge und Rolltreppen miteinander verbunden. Rollstuhlgerechte Eingänge und Toiletten sind vorhanden.
Im Einkaufszentrum findest du außerdem einen Informationsschalter, Geldautomaten, Wickelmöglichkeiten und verschiedene Serviceangebote. Öffentliche Toiletten befinden sich auf mehreren Ebenen und sind teilweise kostenpflichtig.
Durch die überdachten Flächen eignet sich das Palladium auch als Zwischenstopp bei Regen, großer Hitze oder winterlichem Wetter.
Lohnt sich ein Besuch im Palladium?
Das Palladium ist vor allem dann interessant, wenn du zentral einkaufen, eine Pause einlegen oder schnell etwas essen möchtest. Dank der großen Auswahl findest du hier sowohl Kleidung und Kosmetik als auch Lebensmittel, Reisebedarf und Souvenirs.
Eine klassische Prager Sehenswürdigkeit ist das Einkaufszentrum nicht. Die historischen Fassaden, die Geschichte des ehemaligen Klosters und der Militärkaserne sowie einzelne erhaltene Bauteile machen den Komplex dennoch bemerkenswert.
Besonders praktisch ist ein Besuch in Verbindung mit dem Gemeindehaus (Obecní dům), dem Pulverturm (Prašná brána), dem Kaufhaus Kotva oder einem Spaziergang durch die Straße Na Příkopě.