Für einen Besuch in Prag musst du nicht zwingend vorher Geld wechseln, aber ein paar Dinge solltest du wissen. Die tschechische Hauptstadt gehört zwar zur Europäischen Union, hat jedoch ihre eigene Landeswährung behalten. Bezahlt wird hier mit der tschechischen Krone (CZK) und nicht mit dem Euro. Für Reisende bedeutet das: Im Alltag wirst du fast immer mit Kronen bezahlen, auch wenn manche touristischen Orte zusätzlich Euro akzeptieren.
In der Praxis ist das heute jedoch kaum noch ein Problem. Prag ist eine moderne, international geprägte Stadt, in der Kartenzahlung nahezu überall möglich ist. Restaurants, Cafés, Hotels, Supermärkte, Museen und viele Sehenswürdigkeiten akzeptieren problemlos Kreditkarten und häufig auch kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch. Für viele Besucher ist es daher am einfachsten, direkt mit Karte zu zahlen oder bei Bedarf vor Ort etwas Bargeld am Geldautomaten abzuheben.
Trotzdem kann es sinnvoll sein, ein kleines bisschen Bargeld in tschechischen Kronen dabei zu haben. Kleine Imbissstände, Märkte, öffentliche Toiletten oder einzelne kleinere Geschäfte arbeiten manchmal noch lieber mit Bargeld. Auch für Trinkgeld oder spontane Kleinigkeiten ist etwas Bargeld praktisch. In vielen Fällen reicht schon ein kleiner Betrag, um unterwegs flexibel zu bleiben.

Tipps zum Geldwechsel in Prag
Beim Thema Geld solltest du in Prag besonders aufmerksam sein, denn genau hier geraten viele Besucher in typische Touristenfallen. Vor allem in stark frequentierten Gegenden der Innenstadt – etwa rund um den Altstädter Ring, die Karlova-Straße oder entlang der Wege zur Karlsbrücke (Karlův most) – gibt es Wechselstuben mit sehr schlechten Kursen oder versteckten Gebühren. Von außen wirken diese Wechselbüros oft seriös, doch der tatsächlich angewendete Kurs kann deutlich schlechter sein als der offizielle Wechselkurs. Manche Schilder werben sogar mit „0 % Kommission“, während der ungünstige Kurs den Verlust ausgleicht. Wenn du Geld wechseln möchtest, lohnt sich deshalb immer ein kurzer Blick auf den realen Kurs oder ein Vergleich mit dem aktuellen Marktwert.
Eine einfache Möglichkeit, solche Situationen zu vermeiden, ist das Abheben von Bargeld direkt am Geldautomaten. Dabei gibt es jedoch ebenfalls ein paar Dinge zu beachten. Nutze möglichst Bankautomaten von echten Banken, die an Filialen angebracht sind, und vermeide die auffälligen gelben oder frei stehenden Touristen-ATM, die oft höhere Gebühren und schlechtere Kurse berechnen. Außerdem erscheint beim Abheben häufig die Option einer sogenannten „Conversion in Euro“. Diese solltest du immer ablehnen und stattdessen in tschechischen Kronen (CZK) abrechnen lassen. Deine eigene Bank übernimmt dann die Umrechnung – und der Kurs ist in der Regel deutlich besser.
Auch bei der Kartenzahlung in Geschäften oder Restaurants kann dir diese dynamische Währungsumrechnung begegnen. Das Kartenterminal fragt dann, ob du in Euro oder in Kronen bezahlen möchtest. Auch hier gilt: Immer CZK wählen. Wenn du den Betrag in Euro abrechnen lässt, bestimmt der Zahlungsanbieter den Wechselkurs, der meist deutlich schlechter ist als der Kurs deiner Bank.
Für die Orientierung im Alltag hilft außerdem ein grobes Gefühl für die Preise. Viele Reisende rechnen unterwegs automatisch in Euro um, doch nach kurzer Zeit gewöhnt man sich schnell an die Kronen. Ein einfacher Merksatz: 100 CZK entsprechen ungefähr 4 Euro. Damit lassen sich Preise relativ leicht überschlagen, ohne jedes Mal den Taschenrechner zu benutzen. So behältst du beim Essen, Einkaufen oder bei Eintrittspreisen schneller den Überblick.
