Karlsplatz (Karlovo náměstí)

Der Karlsplatz (Karlovo náměstí) gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten der Prager Neustadt (Nové Město). Anders als der Altstädter Ring oder der Wenzelsplatz besteht er heute jedoch nicht hauptsächlich aus gepflasterten Flächen. Den größten Teil des Platzes nimmt eine lang gestreckte Parkanlage mit alten Bäumen, Rasenflächen, Brunnen, Denkmälern und geschwungenen Wegen ein. Rund um den Park stehen einige bedeutende Bauwerke der Prager Neustadt. Dazu gehören das Neustädter Rathaus (Novoměstská radnice), die St.-Ignatius-Kirche (Kostel svatého Ignáce) und das sagenumwobene Fausthaus (Faustův dům). Gleichzeitig ist der Karlsplatz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie ein Zentrum für Medizin, Wissenschaft und öffentliches Leben.

Runder Springbrunnen zwischen Trauerweiden im Park auf dem Karlsplatz mit dem Neustädter Rathaus im Hintergrund.
Runder Springbrunnen im Park auf dem Karlsplatz (Karlovo náměstí) mit dem Turm des Neustädter Rathauses im Hintergrund.

Der größte historische Platz Prags

Mit einer Fläche von ungefähr acht Hektar gilt der Karlsplatz als größter historischer Platz Prags. Durch die weitläufige Grünanlage wirkt er allerdings eher wie ein innerstädtischer Park als wie ein klassischer europäischer Stadtplatz.

Der Platz erstreckt sich über mehrere Häuserblöcke und wird durch die stark befahrenen Straßen Ječná und Žitná in verschiedene Abschnitte geteilt. Trotz dieser Unterbrechungen bilden die einzelnen Bereiche gestalterisch eine zusammenhängende Parkanlage.

Zwischen den Wegen findest du Rasenflächen, zahlreiche Sitzbänke, Wasserbecken und Denkmäler für tschechische Schriftsteller, Wissenschaftler und Forschungsreisende. Vollkommen ruhig ist es auf dem Karlsplatz allerdings selten. Straßenbahnen, Autos, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen prägen das Umfeld.

Gerade diese Mischung macht den Platz interessant. Hier treffen mittelalterliche Stadtplanung, historische Architektur, Grünflächen und der moderne Prager Alltag unmittelbar aufeinander.

Informationstafel mit Lageplan und Hinweisen zum Karlsplatz in Prag.
Informationstafel mit Lageplan des Karlsplatzes (Karlovo náměstí) in Prag.

Vom mittelalterlichen Viehmarkt zum Karlsplatz

Die Geschichte des Karlsplatzes begann 1348 mit der Gründung der Prager Neustadt durch Karl IV. Südlich und östlich der damaligen Altstadt ließ der böhmische König und spätere römisch-deutsche Kaiser ein großzügig geplantes neues Stadtviertel anlegen.

Zu den wichtigsten öffentlichen Räumen der Neustadt gehörten mehrere große Märkte. Der heutige Wenzelsplatz diente als Pferdemarkt, während der spätere Karlsplatz als zentraler Marktplatz der südlichen Neustadt geplant wurde.

Anfangs wurde die Fläche unter anderem als Großer Markt oder Neustädter Markt bezeichnet. Seit dem 15. Jahrhundert setzte sich die Bezeichnung Viehmarkt durch. Auf Tschechisch hieß der Platz Dobytčí trh.

Hier wurden vor allem Rinder und andere Nutztiere gehandelt. Daneben boten Händler landwirtschaftliche Erzeugnisse, Salz, Fisch und Waren des täglichen Bedarfs an. Die Größe des Platzes ermöglichte umfangreiche Märkte, Versammlungen und öffentliche Veranstaltungen.

Erst 1848 erhielt der Platz zu Ehren seines Gründers Karl IV. den Namen Karlsplatz.

Karlsplatz in Prag mit Straßenbahngleisen, Haltestelle, Häuserzeile, Fußgängern und grüner Parkanlage
Straßenbahngleise, Haltestelle und Häuserzeile am Karlsplatz (Karlovo náměstí) in der Prager Neustadt.

Die verschwundene Fronleichnamskapelle

Im Mittelalter stand ungefähr in der Mitte des heutigen Platzes die Fronleichnamskapelle (Kaple Božího Těla). Sie wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts errichtet und war von einem kleinen Friedhof umgeben.

Besondere Bedeutung erlangte die Kapelle durch die zeitweise öffentliche Präsentation bedeutender Reliquien und Reichskleinodien. Zu bestimmten Anlässen wurden die kostbaren Gegenstände Gläubigen und Pilgern vorgeführt. Die Veranstaltungen zogen Besucher aus Böhmen und anderen Teilen Europas in die Prager Neustadt.

Der Platz entwickelte sich dadurch nicht nur zu einem wirtschaftlichen, sondern auch zu einem religiösen Zentrum.

Im Zuge der kirchlichen Reformen unter Kaiser Joseph II. wurde die Kapelle geschlossen. Im Jahr 1791 erfolgte ihr Abriss. Heute ist im Park kaum noch zu erkennen, dass hier einst ein bedeutender mittelalterlicher Sakralbau stand.

Wie aus dem Marktplatz ein Stadtpark wurde

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Karlsplatz weitgehend unbefestigt. Bei schlechtem Wetter verwandelten sich große Teile der Fläche in schlammigen Untergrund.

Zeitweise gab es Pläne, Teile des großen Areals aufzuteilen und zu bebauen. Der Oberstburggraf Karl Chotek setzte sich jedoch dafür ein, den Platz als öffentlichen Raum zu erhalten. Unter seiner Mitwirkung begannen erste Verschönerungen und Baumpflanzungen.

Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde die Fläche schrittweise in einen Stadtpark umgewandelt. Eine wichtige Gestaltungsphase erfolgte in den 1870er-Jahren, als eine Anlage im Stil eines englischen Landschaftsparks entstand.

Ihre weitgehend einheitliche Form erhielt die Grünanlage in den Jahren 1884 und 1885 nach Plänen des Gartenarchitekten František Thomayer. Geschwungene Wege, Baumgruppen, offene Rasenflächen und unterschiedliche Pflanzenarten sollten den früheren Marktplatz in einen repräsentativen öffentlichen Garten verwandeln.

Einige der alten Bäume gehören heute zu den auffälligsten Bestandteilen des Karlsplatzes. Besonders markant ist eine große Platane im mittleren Bereich der Anlage. Seit 1998 steht der Park unter Denkmalschutz.

Neustädter Rathaus und erster Prager Fenstersturz

Die wichtigste historische Sehenswürdigkeit am Karlsplatz ist das Neustädter Rathaus (Novoměstská radnice). Mit seinem Bau wurde bereits kurz nach der Gründung der Neustadt begonnen. Die ältesten erhaltenen Gebäudeteile stammen aus dem späten 14. Jahrhundert.

Über mehrere Bauphasen entstand ein umfangreicher Komplex mit gotischen Sälen, späteren Renaissanceelementen, einem Innenhof und dem weithin sichtbaren Rathausturm.

Am 30. Juli 1419 ereignete sich hier der erste Prager Fenstersturz. Anhänger des hussitischen Predigers Jan Želivský zogen zum Rathaus und verlangten die Freilassung inhaftierter Glaubensgenossen.

Die Situation eskalierte. Mehrere Ratsherren wurden aus den Fenstern des Gebäudes geworfen. Das Ereignis gilt als wichtiger Auslöser der Hussitenkriege und gehört zu den bekanntesten Kapiteln der Prager Geschichte.

Heute wird das Neustädter Rathaus für Ausstellungen, Konzerte, Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Besonders interessant ist der historische Rathausturm.

Nach dem Aufstieg über 221 Stufen erreichst du die Aussichtsplattform. Von dort blickst du über den Karlsplatz, die Dächer der Neustadt und weitere Teile des Prager Zentrums.

Direkt vor dem Rathaus steht außerdem ein barocker Brunnen mit einer Statue des heiligen Josef. Am Gebäude ist zudem eine historische Prager Elle erhalten. Das öffentliche Längenmaß wurde früher verwendet, um unter anderem die Maße von Stoffen zu kontrollieren.

Turm und Fassade des Neustädter Rathauses hinter Bäumen am Karlsplatz in Prag.
Neustädter Rathaus (Novoměstská radnice) mit markantem Turm am Karlsplatz (Karlovo náměstí) in Prag.

St.-Ignatius-Kirche an der Ostseite

Die Ostseite des Karlsplatzes wird von der St.-Ignatius-Kirche (Kostel svatého Ignáce) geprägt. Die frühbarocke Kirche entstand im 17. Jahrhundert als Teil eines umfangreichen Jesuitenkomplexes.

Ihre reich gegliederte Fassade hebt sich deutlich von den umliegenden Gebäuden ab. Über dem Giebel steht eine Figur des heiligen Ignatius, die von einem vergoldeten Strahlenkranz umgeben ist.

Auch der Innenraum ist aufwendig gestaltet. Altäre, Skulpturen, Gemälde, Stuckarbeiten und eine reich dekorierte Kuppel prägen das Erscheinungsbild.

Das benachbarte ehemalige Jesuitenkolleg gehört heute zum Klinikareal. Dadurch liegt die Kirche zwischen Straßenbahngleisen, Krankenhausgebäuden und dichtem Stadtverkehr. Der Kontrast zwischen barocker Architektur und moderner Nutzung ist typisch für diesen Teil der Prager Neustadt.

St. Ignatius-Kirche am Karlsplatz in Prag mit barocker Hauptfassade und monumentalem Eingangsportal
Frontansicht der St. Ignatius-Kirche (Kostel svatého Ignáce z Loyoly) am Karlsplatz in der Prager Neustadt.

Das Fausthaus und seine Legenden

An der Südseite des Platzes steht der Mladota-Palast (Mladotovský palác), der vor allem unter seinem bekannteren Namen Fausthaus (Faustův dům) bekannt ist.

Teile seiner Baugeschichte reichen vermutlich bis in die Zeit vor der Gründung der Prager Neustadt zurück. Seine heutige barocke Gestalt erhielt das Gebäude überwiegend im 18. Jahrhundert.

Mehrere frühere Bewohner beschäftigten sich mit Alchemie, Naturwissenschaften oder ungewöhnlichen Experimenten. Daraus entwickelten sich Legenden über geheimnisvolle Geräusche, Explosionen und übernatürliche Vorgänge.

Später wurde das Gebäude mit der Geschichte des Doktor Faust verbunden, der seine Seele dem Teufel verkauft haben soll. Eine direkte historische Verbindung zur literarischen Faustfigur ist jedoch nicht belegt.

Der Name beruht vor allem auf den Prager Sagen, die sich im Laufe der Zeit um das Haus und seine Bewohner bildeten. Heute wird das Gebäude von der Karls-Universität und der Allgemeinen Universitätsklinik genutzt. Das Innere ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich.

Fausthaus am Karlsplatz in Prag mit rosafarbener Barockfassade, verzierten Fenstern und zentralem Eingangsportal
Das Fausthaus (Faustův dům) mit rosafarbener Barockfassade und reich verzierten Fenstern am Karlsplatz.

Weitere bedeutende Gebäude

Die Umgebung des Karlsplatzes wird von zahlreichen öffentlichen, universitären und medizinischen Gebäuden geprägt.

An der Westseite steht ein repräsentatives historisches Gebäude der Tschechischen Technischen Universität Prag (České vysoké učení technické v Praze). Es erinnert an die lange Bedeutung der Neustadt als Standort von Bildung und Wissenschaft.

Im südlichen Bereich befinden sich mehrere Gebäude der Allgemeinen Universitätsklinik Prag (Všeobecná fakultní nemocnice v Praze). Das zentrale Krankenhaus wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts eingerichtet und prägt die Nutzung des Viertels bis heute.

Neben historischen Fassaden gehören deshalb Krankenwagen, Klinikpersonal, Patienten und Studenten zum alltäglichen Erscheinungsbild des Karlsplatzes.

Denkmäler und Brunnen im Park

Bei einem Spaziergang durch den Karlsplatz begegnest du mehreren Denkmälern bedeutender tschechischer Persönlichkeiten. Sie wurden überwiegend zwischen dem späten 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts aufgestellt.

Im nördlichen Parkbereich steht das Denkmal für den Dichter Vítězslav Hálek. Weitere Skulpturen erinnern an die Schriftstellerinnen Eliška Krásnohorská und Karolína Světlá sowie an den Mediziner und Naturwissenschaftler Jan Evangelista Purkyně.

Gegenüber dem Fausthaus befindet sich das Denkmal für den Botaniker und Forschungsreisenden Benedikt Roezl. Er wurde besonders durch seine Reisen nach Amerika und seine Beschäftigung mit Orchideen bekannt. Entsprechend hält die dargestellte Figur eine Pflanze in der Hand.

Zwischen den Denkmälern befinden sich mehrere Wasserbecken und Brunnen. Zusammen mit den alten Bäumen und Rasenflächen lockern sie die lang gestreckte Parkanlage auf.

Was kannst du am Karlsplatz unternehmen?

Für einen vollständigen Rundgang durch den Park solltest du ungefähr 30 bis 45 Minuten einplanen. Beginnen kannst du am nördlichen Ende beim Neustädter Rathaus.

Von dort führen Wege durch den ersten Parkabschnitt zu den Denkmälern und Wasserbecken. Anschließend überquerst du die Ječná-Straße und gelangst in den mittleren Bereich mit besonders großen Bäumen und offenen Rasenflächen.

An der Ostseite lohnt sich ein Abstecher zur St.-Ignatius-Kirche. Im südlichen Teil erreichst du schließlich das Fausthaus und die Gebäude der Allgemeinen Universitätsklinik.

Der Karlsplatz eignet sich auch für eine kurze Pause. Zahlreiche Bänke stehen unter alten Bäumen oder in der Nähe der Brunnen. Durch die umliegenden Hauptstraßen bleibt der Verkehr allerdings in vielen Bereichen hörbar.

Ruhigere Grünanlagen findest du beispielsweise am nahe gelegenen Emmauskloster oder im Botanischen Garten der Karls-Universität.

Besonders interessant ist der Karlsplatz, wenn du das weniger touristische Prag kennenlernen möchtest. Während sich am Altstädter Ring überwiegend Besucher aufhalten, wird der Karlsplatz vor allem von Einwohnern, Studenten, Klinikmitarbeitern und Patienten genutzt.

Lohnt sich der Rathausturm?

Der Aussichtsturm des Neustädter Rathauses gehört zu den weniger bekannten Aussichtspunkten im Zentrum von Prag. Dadurch ist er häufig ruhiger als der Altstädter Rathausturm oder der Aussichtsturm auf dem Laurenziberg.

Von oben hast du einen besonders guten Blick auf die lang gestreckte Form des Karlsplatzes. Außerdem lassen sich die Dächer der Neustadt, die St.-Ignatius-Kirche und mehrere Kirchtürme der Umgebung erkennen.

Der Aufstieg erfolgt ausschließlich über Treppen. Einen Aufzug bis zur Aussichtsplattform gibt es nicht. Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ist der Turm daher nur bedingt geeignet.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Der Karlsplatz eignet sich gut als Ausgangspunkt für einen Rundgang durch den südlichen Teil der Prager Neustadt.

Westlich gelangst du über die Resslova-Straße zur Kirche St. Cyrill und Method (Chrám svatých Cyrila a Metoděje). In ihrer Krypta befindet sich eine Gedenkstätte für die tschechoslowakischen Widerstandskämpfer, die 1942 am Attentat auf Reinhard Heydrich beteiligt waren.

Wenige Gehminuten weiter erreichst du das Tanzende Haus und das Moldauufer.

Südwestlich des Platzes stehen das Emmauskloster (Emauzský klášter) und die dazugehörige Klosterkirche mit ihren auffälligen modernen Turmspitzen. Von dort ist es nicht weit zum Palacký-Platz und zum Uferbereich der Moldau.

In südlicher Richtung erreichst du den Botanischen Garten der Karls-Universität (Botanická zahrada Univerzity Karlovy). In den Gewächshäusern und Außenanlagen wachsen Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen.

Nach Norden führt die Vodičkova-Straße direkt zum Wenzelsplatz. Dadurch lässt sich der Karlsplatz problemlos in einen längeren Spaziergang durch die Prager Neustadt einbauen.

Lohnt sich ein Besuch des Karlsplatzes?

Der Karlsplatz gehört nicht zu den klassischen Pflichtzielen eines ersten kurzen Prag-Besuchs. Wer nur wenige Stunden in der Stadt verbringt, konzentriert sich meist auf den Altstädter Ring, die Karlsbrücke und die Prager Burg.

Lohnend ist der Platz vor allem, wenn du bereits die bekanntesten Sehenswürdigkeiten kennst oder gezielt die Prager Neustadt erkunden möchtest.

Das Neustädter Rathaus, die St.-Ignatius-Kirche, das Fausthaus und die Parkanlage liegen so nah beieinander, dass du auf kurzer Strecke mehrere Jahrhunderte Prager Geschichte entdecken kannst.

Auch für Architektur- und Stadtfotografie bietet die Umgebung interessante Motive. Besonders gut lässt sich der Turm des Neustädter Rathauses zwischen den Bäumen und Brunnen des Parks fotografieren.

Wie kommst du zum Karlsplatz?

Direkt unter dem Platz liegt die Metrostation Karlovo náměstí der Linie B. Die Station besitzt mehrere Ausgänge, die teilweise relativ weit auseinanderliegen.

Für den nördlichen Bereich mit dem Neustädter Rathaus solltest du den Ausgang in Richtung Karlovo náměstí und Vodičkova wählen. Ein weiterer Ausgang führt in Richtung Palacký-Platz und Moldauufer.

Rund um den Karlsplatz befinden sich außerdem mehrere Straßenbahnhaltestellen. Da sich Linienführungen durch Baustellen oder Fahrplanänderungen verändern können, solltest du die aktuelle Verbindung vor deinem Besuch prüfen.

Vom Wenzelsplatz erreichst du das nördliche Ende des Karlsplatzes zu Fuß in ungefähr 15 Minuten. Vom Tanzenden Haus oder vom Moldauufer beträgt die Gehzeit je nach Ausgangspunkt etwa zehn Minuten.

Revitalisierung des Karlsplatzes

Die Parkanlage soll in mehreren Etappen umfassend erneuert werden. Grundlage ist ein Entwurf des deutschen Landschaftsarchitekturbüros Rehwaldt Landscape Architects in Zusammenarbeit mit weiteren Architektur- und Planungsbüros.

Die historische Grundstruktur der Anlage von František Thomayer soll dabei weitgehend erhalten bleiben. Gleichzeitig sollen Wege, Eingänge, Aufenthaltsbereiche und Grünflächen an heutige Anforderungen angepasst werden.

Geplant sind unter anderem erneuerte Wege, zusätzliche Baumpflanzungen, verbesserte Bedingungen für bestehende Bäume, neue Sitzbereiche, ein Kinderspielplatz und eine kleine gastronomische Einrichtung.

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf den teilweise geschädigten alten Bäumen. Verdichtete Böden, eingeschränkte Wurzelräume, Trockenheit und starke Belastungen durch den Stadtverkehr erschweren ihre Versorgung mit Wasser und Sauerstoff.

Im Jahr 2026 fanden deshalb vorbereitende Arbeiten an Böden, Wurzeln und einzelnen Bäumen statt. Die eigentliche Neugestaltung soll abschnittsweise umgesetzt werden.

Während der Bauarbeiten können einzelne Wege und Parkbereiche zeitweise gesperrt oder nur eingeschränkt zugänglich sein. Ein möglichst großer Teil des Karlsplatzes soll jedoch weiterhin nutzbar bleiben.