Prag in Advent: Die letzten Laternenanzünder auf der Karlsbrücke

In der Adventszeit wird die Karlsbrücke in Prag zur Bühne für ein leuchtendes Ritual: Jeden Abend entzündet der letzte Laternenanzünder der Stadt von Hand die historischen Gaslaternen. In rotem Umhang und mit langem Zündstab bringt er Licht in die Dämmerung – eine lebendige Tradition, die Geschichte spürbar macht und den Zauber der „Goldenen Stadt“ in besonderem Glanz erstrahlen lässt.

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Themenüberblick:

  • Zeremonie auf der Karlsbrücke: Jeden Abend ein leuchtendes Schauspiel
  • Magische Stimmung und unvergessliche Fotomotive
  • Wann und wo du den Laternenanzünder erleben kannst
  • Wissenswertes: Gaslaternen erobern Prag – ein Fortschritt im 19. Jahrhundert
  • Die Laternenanzünder – Alltag und Bedeutung eines historischen Berufs
  • Elektrisches Licht und das Ende einer Ära
  • Erlebe eine magische Adventszeit in Prag


Zeremonie auf der Karlsbrücke: Jeden Abend ein leuchtendes Schauspiel

In der Dämmerung entzündet der Laternenanzünder auf und rund um die Karlsbrücke jede Gaslaterne mit einem Ziehen am Ventil – ein einzigartiges Schauspiel für Besucher.

Jedes Jahr in der Adventszeit – konkret vom 1. bis 23. Dezember – zieht der Laternenanzünder täglich seine Runden auf der Karlsbrücke (Karlův most). Pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit, meist zwischen 16:00 und 16:15 Uhr, beginnt die kleine Zeremonie. Startpunkt ist der Kreuzherrenplatz (Křižovnické náměstí) auf der Altstädter Seite (Staré Město), direkt vor der barocken Kirche des heiligen Franz von Assisi. Dort steht die erste Gaslaterne, die der Prager Laternenanzünder entzündet. Anschließend schreitet er auf der rechten Seite der Karlsbrücke Richtung Kleinseite (Malá Strana) voran und lässt eine Laterne nach der nächsten aufleuchten. Insgesamt sind es 46 Gaslaternen entlang der Brücke und auf dem kleinen Platz am Altstadtende, die per Hand angezündet werden.

Am Ende der Brücke, bei den Türmen auf der Kleinseite, wendet der Laternenanzünder und läuft auf der gegenüberliegenden Seite der Brücke zurück Richtung Altstadt, wobei er nun die Lampen auf dieser Seite einschaltet. So ergibt sich ein Rundweg: Hin über die eine Brückenseite, zurück über die andere. Zum Abschluss widmet er sich noch den letzten Laternen rund um den Ausgangspunkt am Kreuzherrenplatz, dann hat er sein Tagwerk vollbracht. Dieser gesamte Ablauf dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde bis Stunde, je nachdem, wie viele Unterbrechungen es durch neugierige Passanten gibt. Denn der Laternenanzünder eilt nicht stur von Lampe zu Lampe – im Gegenteil: Er nimmt sich Zeit, die Atmosphäre wirken zu lassen, und kommt zwischendurch immer wieder mit den Menschen ins Gespräch.


Magische Stimmung und unvergessliche Fotomotive

Für Besucher Prags ist es ein echtes Highlight, den Laternenanzünder bei seiner Arbeit zu beobachten. Selbst viele Einheimische kommen in der Adventszeit gezielt auf die Karlsbrücke, um dieses Ritual (wieder) mitzuerleben. Sobald die historische Figur in Uniform erscheint, bildet sich oft eine kleine Traube aus Schaulustigen, die ihm mit leuchtenden Augen folgt. Es sind Szenen voller Nostalgie: Die silbernen Statuen auf der Brücke blicken stumm herab, während nach und nach die warmen Lichter vor der dunklen Skyline aufglimmen. Der Schein der Gasflammen ist dabei nicht grell, sondern golden und weich – ganz anders als modernes LED-Licht. Dieses warme Licht trägt erheblich zur berühmten Atmosphäre Prags als „Goldene Stadt“ bei. Gerade bei Nebel, leichtem Regen oder Schneefall entfalten die kleinen Flammen einen beinahe mystischen Zauber über der Moldau. Es scheint, als wäre man um hundert Jahre in der Zeit zurückgereist.

Nicht zuletzt ist der Laternenanzünder ein beliebtes Fotomotiv. Viele Besucher zücken ihre Kameras oder Smartphones, um den Moment festzuhalten, wenn der Laternenanzünder Jan Žákovec mit seinem langen Stab die Laterne zum Leuchten bringt. Das Bild des in den Abendhimmel ragenden Laternenanzünders vor der Kulisse der Prager Burg oder der Altstadt-Türme ist wahrhaftig postkartenreif. Der Anzünder weiss das natürlich und begegnen dem Interesse mit viel Freundlichkeit. An ruhigeren Abenden posiert er bereitwillig für Selfies, beantworten Fragen zur Technik der Lampen oder plaudert über die Geschichte der Gasbeleuchtung. Mit etwas Glück darf der Nachwuchs sogar mal kurz den Laternenstab halten und „mithelfen“ – ein Erlebnis, das strahlende Kinderaugen garantiert. Diese liebevollen Gesten machen das Ritual zu mehr als nur einer Schau: Es ist ein lebendiges, zum Anfassen nahes Stück Prag.

Bemerkenswert ist, dass Prag heute eine von nur ganz wenigen Städten weltweit ist, die sich eine derartige Tradition bewahrt haben. Neben der tschechischen Hauptstadt gibt es nur in wenigen Orten – etwa in Wrocław (Breslau) in Polen, Baden-Baden in Deutschland oder Zagreb in Kroatien – noch Laternenanzünder, welche die örtlichen Gaslaternen von Hand anzünden. In London existieren zwar noch einige Gaslaternen, doch auch diese werden überwiegend automatisch betrieben. Prag jedoch hat mit seiner Karlsbrücke ein Alleinstellungsmerkmal: Sie ist die einzige Gaslicht-Brücke der Welt, und ihr Laternenanzünder ist zu einer städtischen Symbolfigur geworden. Es muss nicht immer die neueste High-Tech-Attraktion sein, die Touristen anlockt – manchmal reicht es, eine alte Tradition fortleben zu lassen, um Menschen zu begeistern. Genau das gelingt hier auf wunderbare Weise.


Wann und wo du den Laternenanzünder erleben kannst

Wenn du dieses besondere Schauspiel in Prag selbst sehen möchtest, plane deinen Besuch zur Adventszeit ein. Der Laternenanzünder ist jedes Jahr vom ersten Adventsabend (Ende November / Anfang Dezember) bis zum 23. Dezember täglich im Einsatz. Seine Runde beginnt gegen 16:00 Uhr (plus/minus ein paar Minuten, je nach Einbruch der Dunkelheit) am Kreuzherrenplatz neben der Karlsbrücke auf der Altstadt-Seite. Von dort aus kannst du ihm gemütlich über die Brücke folgen. Verpass diesen Start möglichst nicht – es ist etwas Besonderes, bei der Entzündung der ersten Laterne direkt dabei zu sein. Anschließend hast du genügend Zeit, mit dem Laternenanzünder Schritt zu halten oder vorauszueilen, um Fotos von verschiedenen Perspektiven zu machen. Der Weg führt über die gesamte Länge der Brücke hin und zurück, endet wieder am Ausgangspunkt und dauert etwa bis 17:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos; es handelt sich ja um keinen gebuchten Rundgang, sondern um eine öffentliche städtische Tradition.

Ein Tipp: Sei ein wenig vor 16 Uhr vor Ort, um einen guten Platz zu haben – gerade an Wochenenden können durchaus viele Schaulustige da sein. Zieh dich warm an (im Dezember kann es in Prag sehr kalt werden, oft um den Gefrierpunkt oder darunter) und genieße die Wartezeit mit einem heißen Trdelník (Baumstriezel) oder einem Glühwein, den es an den Weihnachtsmarktständen in der Altstadt gibt. Sobald du den großen Mann mit dem roten Umhang und der langen Stange erblickst, weißt du: Gleich geht das Lichterspiel los!


Wissenswertes: Gaslaternen erobern Prag – ein Fortschritt im 19. Jahrhundert

Im Jahr 1847 begann für Prag ein neues Zeitalter der Straßenbeleuchtung. Mit der Eröffnung des städtischen Gaswerks in Karlín (damals Karolinenthal) wurden im September 1847 die ersten 200 Gaslampen in der Innenstadt installiert und entzündet. Diese neue Form des Lichts ersetzte die bis dahin üblichen Öl- und Petroleumlampen und galt als großer technologischer Fortschritt. Erstmals konnten die Straßen der boomenden Metropole zuverlässig und vergleichsweise hell erleuchtet werden – ein Gewinn an Sicherheit, Komfort und Modernität für die Bürger.

Die Gaslaternen prägten schnell das nächtliche Stadtbild. Ihr bläuliches Licht schimmerte bald nicht nur in den Gassen der Altstadt, sondern erhellte auch Parks, Uferpromenaden und Brücken der Moldaustadt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchs das Gaslampennetz rasant: In den 1920er Jahren brannten in Prag rund 7.500 Gaslaternen, betreut von etwa 120 Laternenanzündern. Ihren historischen Höhepunkt erreichte die Gasbeleuchtung um 1940, als fast 9.000 Gaslampen die Prager Straßen und Plätze in ihr charakteristisches Licht tauchten. Kaum eine andere Stadt leuchtete so zahlreich im Gaslaternenlicht wie Prag zu dieser Zeit.


Die Laternenanzünder – Alltag und Bedeutung eines historischen Berufs

Mit der Ausbreitung der Gasbeleuchtung entstand auch der Beruf des Laternenanzünders – einer städtischen Angestellten, die jeden Abend die Lampen von Hand entzündeten und im Morgengrauen wieder löschten. In den Altstadtgassen und entlang des Königswegs (Královská cesta, der historischen Krönungsroute der böhmischen Könige) waren die „Lampáři“ genannte Lampenwärter ein vertrauter Anblick. Ausgerüstet mit langen Stangen, an deren Spitze eine kleine Flamme oder ein Zündmechanismus angebracht war, gingen sie von Laterne zu Laterne und „brachten der Stadt das Licht“. Ihre Aufgabe war nicht nur technischer Natur – sie hatte auch einen kulturellen und sozialen Stellenwert. Jeden Abend verwandelten die Laternenanzünder die dunklen Straßen in stimmungsvolle Szenerien und sorgten so für Sicherheit und Romantik gleichermaßen.

Die Bevölkerung schätzte diese unscheinbaren Helden des Alltags. Kinder warteten gespannt darauf, dass der „Mann mit der Lampe“ (oder in manchen Vierteln auch eine Frau) vorbeikam, um das Gaslicht zu entzünden. Tatsächlich gab es den Überlieferungen nach auch Laternenanzünderinnen, die mit einem kleinen Hund an ihrer Seite ihre Runde drehten – ein Anblick, der besonders die Jüngsten begeisterte. In der Stadt war der Laternenanzünder eine vertraute und willkommene Figur, denn er brachte wortwörtlich Licht ins Dunkel. Oft übernahmen ältere Herren oder Damen diese Tätigkeit, aber unabhängig vom Alter galt: Wer das Licht brachte, genoss einen besonderen Ruf. Die Laternenanzünder vermittelten mit ihrem abendlichen Gang ein Gefühl von Sicherheit und Alltagstrott – und gleichzeitig ein wenig Magie, wenn nach und nach die Flammen aufleuchteten und die Stadt in goldenes Licht tauchten.


Elektrisches Licht und das Ende einer Ära

Nach vielen Jahrzehnten des Gaslichts zeichnete sich im 20. Jahrhundert ein Wandel ab. Die Elektrifizierung machte auch vor Prag nicht halt. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann man, die Gaslaternen schrittweise durch elektrische Straßenlampen zu ersetzen. Elektrisches Licht war kräftiger, einfacher zu warten und schließlich auch wirtschaftlicher. Zwar hielten sich in der Prager Altstadt und auf historischen Brücken die Gaslaternen noch länger als in anderen Städten, doch der Trend war unumkehrbar.

Im Jahr 1940 brannten letztmals so viele Gaslaternen wie nie zuvor – fast neuntausend Stück. Danach ging ihre Zahl kontinuierlich zurück. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Laternen auf Strom umgestellt, und die Dienste der Laternenanzünder nach und nach überflüssig. Aus einst über hundert Laternenwärtern wurden immer weniger – oft blieben nur einige betagte Mitarbeiter übrig, die die letzten Gaslampen betreuten.

Das endgültige Aus für die traditionelle Gasbeleuchtung kam in Prag im Frühjahr 1985: Damals wurden die letzten achtarmigen Gasleuchter auf der Prager Burg (Hradschin, Hradčany) und in der Loretánská-Straße gelöscht und auf elektrisches Licht umgestellt. Mit dem Erlöschen dieser letzten Flammen schien auch der Beruf des Laternenanzünders in Prag für immer zu enden. Über 150 Jahre lang hatten sie zum nächtlichen Stadtbild gehört – nun war diese Ära Geschichte. Fortan blieb Prag abends zwar hell, aber vielen fehlte das besondere Flair der Gaslaternen, dieses weiche, goldene Licht, das die Altstadt so malerisch machte. Kein Wunder also, dass der Verlust dieser Beleuchtung auch als Verlust eines Stücks Stadtseele empfunden wurde.


Wiederentdeckung des Gaslichts – Prags romantische Rückbesinnung

Glücklicherweise blieb das Gaslicht in Prag nicht dauerhaft erloschen. In den 1990er und 2000er Jahren besann man sich auf den historischen Charme der Stadt und suchte nach Wegen, diesen wieder erlebbar zu machen. Der boomende Tourismus trug seinen Teil dazu bei – Besucher aus aller Welt lieben das authentische, alte Prag. Was könnte authentischer sein, als die Stadt wieder im Schein echter Gaslaternen erstrahlen zu lassen? Die Stadtverwaltung beschloss schließlich, die Tradition zurückzuholen. Im Rahmen des Projekts „Beleuchtung des Königswegs“ wurden ab 2002 Schritt für Schritt wieder Gaslaternen in der Altstadt installiert. Zunächst leuchteten symbolisch einige Probegaslampen in der Michalská-Straße auf – bei einer kleinen Feier wurden neun Laternen manuell entzündet, um an die alte Zeit zu erinnern. Dieses Ereignis markierte die inoffizielle Wiedergeburt des Prager Gaslichts, und ein gewisser Jan Žákovec – Vertreter der städtischen Gaswerke – durfte damals spontan die Ehre übernehmen, die ersten Lampen anzuzünden.

In den folgenden Jahren weitete man das Projekt aus. Der historische Königsweg, also die Route vom Pulverturm über den Altstädter Ring und die Karlsbrücke bis hinauf zur Prager Burg, sollte wieder im warmen Gaslicht erstrahlen. 2006 flammte erstmals der große achtarmige Kronleuchter auf dem Hradschiner Platz vor dem Schloss wieder mit Gas. 2010 war dann ein Meilenstein erreicht: Die Karlsbrücke, Prags berühmteste Brücke, erhielt wieder ihre traditionellen Gaslaternen. Damit wurde sie zur einzigen Brücke der Welt, die mit Gas beleuchtet wird – und auch zur einzigen mit einem eigenen Laternenanzünder. Bis 2014 folgten weitere historische Laternen, etwa ein vierarmiger Kandelaber am Dražického-Platz unweit der Brücke. Heute erhellen rund 680 bis 700 Gaslaternen wieder das Zentrum Prags. Allerdings laufen diese Laternen außerhalb der Adventszeit vollautomatisch mit Zeitschalttechnik. Das mag praktisch sein – aber die alte Stimmung wird erst dann spürbar, wenn tatsächlich jemand mit Cape und Laternenstab durch die Straßen geht…


Jan Žákovec: Der große Mann hinter dem Licht

Eben jener Mann ist Jan Žákovec. Wenn man vom „Prager Laternenanzünder“ spricht, ist meist dieser freundliche Hüne gemeint. Herr Žákovec, ein Tscheche mit großer Leidenschaft für Gasbeleuchtung, ist hauptberuflich Leiter des Prager Gaswerks-Museums (Plynárenské muzeum). Doch in der Adventszeit schlüpft er in die historische Uniform und wird zum Lampář aus Leidenschaft. Mit seinen 205 cm Körpergröße überragt Jan Žákovec die meisten Menschen – nicht umsonst bezeichnet er sich augenzwinkernd als vermutlich größter Laternenanzünder der Welt. Diese stattliche Größe kommt ihm bei der Arbeit zugute: Er erreicht die Laternen an den hohen Masten umso leichter und kann den Lampenstab sicher führen.

Sein Weg zum Laternenanzünder begann, wie erwähnt, im Jahr 2002 beinahe zufällig. Bei der feierlichen Wiederinbetriebnahme der ersten Gaslaternen wurde spontan der größte Anwesende gebeten, zum Zündstab zu greifen – und das war Jan. Seitdem lässt ihn die Faszination nicht mehr los. Heute ist Žákovec Vizepräsident der kleinen Laternenanzünder-Gilde Prags und einer der letzten aktiven Lampenanzünder weltweit. Unterstützung bekommt er von einem Kollegen: Jan Tater. Die beiden Jans sind in Prag die letzten ihres Standes. Während Žákovec oft die Rolle des „Gesichts“ der Tradition übernimmt, teilt er sich die Aufgabe mit Tater – beide wechseln sich ab oder helfen einander, wenn an verschiedenen Orten Lampen entzündet werden. So kümmern sich diese zwei Enthusiasten darum, dass die Altstadt im Advent jeden Abend von Hand erleuchtet wird.

Natürlich trägt Jan Žákovec bei seinem abendlichen Rundgang eine detailgetreue Uniform, die an die späte Habsburgerzeit bzw. die Erste Republik erinnert. Sein schwarzer Mantel mit goldenen Knöpfen und der rote Umhang machen ihn unverkennbar. In der Hand hält er einen historischen Laternenanzünderstab aus Bambus. Dieses Werkzeug ist tatsächlich ein Original aus dem 19. Jahrhundert, geliehen aus der Sammlung des Prager Gasmuseums. An der Spitze des Stabs befindet sich kein offenes Feuer – das wäre heute zu gefährlich – sondern ein kleiner Hakenmechanismus. Damit hakt er im Inneren der Laterne an einen Metallring und zieht ihn nach unten. Durch dieses Ziehen wird ein Ventil geöffnet, das Gas strömt in den Glühstrumpf der Laterne und entzündet sich an einer permanenten Zündflamme oder einer Glühspirale – und schon beginnt die Flamme zu brennen. Früher hatte der Lampenanzünder stattdessen einen kleinen Docht oder Kienspan am Stab, um das ausströmende Gas manuell anzuzünden. Heutzutage funktioniert das System halbautomatisch, aber der Effekt ist derselbe: Ein kurzer „Zug“ am Laternenventil lässt die Laterne aufleuchten. Dieser Handgriff erfordert etwas Übung und Timing, aber Žákovec beherrscht ihn selbstverständlich perfekt.


Erlebe eine magische Adventszeit in Prag

Die Adventszeit in Prag bietet ohnehin zahllose stimmungsvolle Erlebnisse – von den berühmten Weihnachtsmärkten bis zum Adventssingen. Doch der Laternenanzünder auf der Karlsbrücke ist ein Geheimtipp mit garantiertem Gänsehaut-Faktor. Wenn du ihn siehst, wirst du spüren, wie Geschichte lebendig wird. Lass dich vom Lichtzauber auf der Karlsbrücke in den Bann ziehen und tauche ein in ein Prag, wie es früher war. Dieses Erlebnis wirst du so schnell nicht vergessen – und deine Fotos davon sicher auch nicht. Schöne Adventszeit in Prag und viel Freude beim Staunen!


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