Die Königsweg-Route gilt als eine der klassischen Spazierstrecken durch Prag, weil sie auf vergleichsweise kurzer Distanz ein echtes Best-of der Stadt verbindet. Vom Pulverturm (Prašná brána) führt sie über die Celetná-Straße (Celetná) zum Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), weiter durch die Karlova-Straße (Karlova) zur Karlsbrücke (Karlův most) und schließlich hinauf bis zur Prager Burg (Pražský hrad). Unterwegs reihen sich historische Fassaden, zentrale Plätze, Blickachsen auf die Moldau und einige der bekanntesten Fotospots Prags nahezu ohne Umwege aneinander, ideal, wenn du an einem Tag besonders viele Highlights erleben willst.

🏅 GOLDEN LINE: Königsweg
Platz der Republik > Altstädter Ring > Karlsbrücke > Prager Burg (ca. 2,8 km)
Route im Überblick:
Platz der Republik/Pulverturm > Altstädter Ring (optionale Abbiegungen BRONZE LINE Richtung Josefov oder SILVER LINE Richtung Wenzelsplatz oder Richtung Neustadt) > Karlsbrücke > (optionale Abbiegungen am Moldauufer – links Richtung Kampa/Petřín/Smíchov/Neustadt oder rechts Richtung Josefov/Letná/Karlín) > Prager Burg
Mögliche Anschlüsse:
A) Richtung Altstadt (Metro Malostranská)
B) Richtung Kleinseite (von dort aus weiter Richtung Smíchov/Letná/Altstadt/Neustadt)
C) Richtung Petřín
D) Richtung Letná

Die goldene Route mit vielen Highlights
1) Platz der Republik: Start am Pulverturm
Der Einstieg am Platz der Republik (Náměstí Republiky) markiert einen jener Übergänge, an denen Prag besonders klar zeigt, wie eng verschiedene Epochen hier zusammenliegen. Rund um den Pulverturm (Prašná brána) trifft die repräsentative City-Atmosphäre auf den historischen Stadteingang, der dich in wenigen Schritten aus dem modernen Zentrum in die Altstadt führt. Genau deshalb fühlt sich dieser Startpunkt wie ein bewusst gesetztes „Tor“ an, hier beginnt der Weg nicht nur geografisch, sondern auch dramaturgisch, mit Blickachsen, die dich automatisch Richtung Altstadt ziehen.
- Pulverturm (Prašná brána) Aussichtspunkt und symbolischer Start der Route
- Gemeindehaus (Obecní dům) Jugendstil-Ikone direkt nebenan
- Fotopunkt: Blick zurück über die Straße Na Příkopě Richtung Neustadt
- Mini-Story: hier begann historisch der Krönungszug ins Stadtzentrum
- Pause: kurzer Blick in die Passage/Arkaden rund um den Platz
- Snack-Idee: schnelle Bäckerei-Kleinigkeit zum Mitnehmen, bevor es voller wird
- Shopping-Spot: Palladium direkt am Platz, praktisch bei Wetterumschwung
- Architektur-Detail: Kontraste aus Gotik, Jugendstil und moderner City
- Foto-Detail: Turmfassade aus der Nähe, besonders bei weichem Morgenlicht
- Orientierung: ab hier geht es geradeaus in die Celetná-Straße (Celetná)

2) Celetná-Straße: Altstadt-Einlauf
Die Celetná-Straße (Celetná) ist einer dieser Prager Klassiker, die du kaum umgehen kannst, wenn du die Stadt zu Fuß eroberst. Als direkte Verbindung zwischen Stadttor und Altstadt verdichtet sich hier alles, was viele an Prag lieben: enge Perspektiven, reich dekorierte Fassaden, historische Hauszeichen und ein permanentes urbanes Grundrauschen. Zwischen Souvenirs, Cafés und kleinen Details im Mauerwerk steckt genau der Reiz, der aus einem einfachen Weg eine eigene Sehenswürdigkeit macht, besonders dann, wenn du nicht nur durchläufst, sondern bewusst hinschaust.
- Celetná-Straße (Celetná) klassische Altstadtachse mit historischen Häusern
- Haus zur Schwarzen Madonna (Dům u Černé Matky Boží) Kubismus-Highlight an der Strecke
- Foto-Spot: Blick entlang der Straße mit den Fassadenstaffelungen
- Detailjagd: Hauszeichen und Portale, ideal für kleine Fotostopps
- Snack-Idee: Trdelník oder Gebäck – hier ist die Dichte hoch, Qualität schwankt
- Kaffee-Idee: kurzer Espresso-Stopp in einem der kleinen Cafés entlang der Straße
- Mini-Abstecher: ein paar Schritte in ruhige Seitengassen, wenn es zu voll wird
- Souvenir-Check: eher schauen als kaufen, Preise sind hier oft „Zentrum“
- Straßenmusik/Atmosphäre: tagsüber fast immer etwas los
- Nächster großer Punkt: Altstädter Ring (Staroměstské náměstí)

3) Altstädter Ring: großes Zentrum der Route
Am Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) öffnet sich Prag wie eine große Bühne. Hier bündeln sich Architektur, Geschichte und Stadtleben in einem Raum, der sich ständig verändert, je nach Tageszeit, Licht und Jahreszeit. Zwischen dem Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice) und der Astronomischen Uhr (Pražský orloj), den markanten Türmen der Teynkirche (Kostel Matky Boží před Týnem) und dem weiten Platzgefühl entsteht ein Zentrum, das du nicht „abarbeitest“, sondern erlebst. Wer Prag verstehen will, bleibt hier kurz stehen und schaut einfach, wie die Stadt atmet.
- Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) der zentrale Platz der Altstadt
- Astronomische Uhr (Pražský orloj) am Rathaus, Klassiker für Timing-Fans
- Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice) Turm-Option für Panorama
- Teynkirche (Kostel Matky Boží před Týnem) markante Türme als Platzkulisse
- Jan-Hus-Denkmal (Pomník mistra Jana Husa) als Orientierungspunkt in der Platzmitte
- Foto-Spot: weite Platzperspektive mit Uhrseite und Fassaden
- Kaffeehaus-Idee: hier lohnt eher „sitzen und schauen“ als schnell weiterhetzen
- Winter-/Abendstimmung: Licht auf den Fassaden ist oft stärker als man erwartet
- Mini-Abstecher: kurzer Schlenker Richtung Pariser-Straße (Pařížská) für elegantes Stadtbild
- Weiter geht es über Kleiner Platz (Malé náměstí) in die Karlova-Straße (Karlova)

4) Kleiner Platz und Karlova-Straße: Richtung Fluss
Der Abschnitt über Kleiner Platz (Malé náměstí) und die Karlova-Straße (Karlova) wirkt wie ein natürlicher Sog Richtung Fluss. Die Gassen werden zu einem stetigen Strom aus Menschen, Details und Blickfenstern, die dich Schritt für Schritt näher an die Moldau führen. Gerade weil dieser Bereich so bekannt ist, lohnt es sich, ihn nicht nur als Durchgang zu sehen: Zwischen Torbögen, Innenhöfen und Abzweigungen liegt oft das spannendste Prag, und mit dem Klementinum (Klementinum) liegt zudem ein kultureller Schwergewichtspunkt praktisch am Weg, wenn du dir zwischendurch bewusst Zeit für einen „tieferen“ Halt nehmen willst.
- Kleiner Platz (Malé náměstí) kurzer Übergang mit typischer Altstadtatmosphäre
- Karlova-Straße (Karlova) die direkte Verbindung zur Brücke
- Clementinum (Klementinum) liegt direkt an der Route, starker Kultur-Stop
- Kreuzherrenplatz (Křižovnické náměstí) öffnet den Raum Richtung Brücke
- St.-Franziskus-Kirche (Kostel svatého Františka z Assisi) am Platz, ruhig und fotogen
- Foto-Spot: erste „Burg-Silhouette“ taucht oft hier auf, je nach Blickachse
- Gastro-Idee: schnelle Suppe oder Sandwich – praktisch, bevor es auf die Brücke geht
- Tipp: auf Taschendiebe achten, das ist einer der dichtesten Abschnitte
- Detail: alte Pflasterung, Hausportale, Schilder – gute Close-ups
- Nächster Punkt: Karlsbrücke (Karlův most)

5) Karlsbrücke: Panorama und Statuen
Die Karlsbrücke (Karlův most) ist mehr als eine Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite, sie ist ein eigener Stadtraum. Auf wenigen hundert Metern verdichten sich Perspektiven, die zu den ikonischsten Europas gehören, mit der Burgsilhouette am Horizont, der Moldau unter dir und den Türmen als steinernen Rahmen. Der Reiz liegt nicht nur in der Brücke selbst, sondern in der Art, wie sie dich zwingt, langsamer zu werden: du bleibst stehen, schaust, hörst, und merkst, dass Prag hier nicht einfach „kulisse“ ist, sondern spürbar wird.
- Karlsbrücke (Karlův most) die berühmteste Moldauquerung der Stadt
- Foto-Spot: Blick flussaufwärts Richtung Burg, besonders bei Dunst oder Abendlicht
- Foto-Spot: Blick flussabwärts Richtung Altstadt, oft unterschätzt
- Statuenreihe: perfekt für „ein Motiv – eine Geschichte“ beim Schlendern
- Streetlife: Musiker, Zeichner, Stimmung – am besten ohne Stress beobachten
- Pause-Idee: kurz stehen bleiben an einer Ausbuchtung, nicht mitten im Strom
- Timing: früh morgens oder später abends wirkt die Brücke am stärksten
- Blick zur Insel: Kampa-Insel (Kampa) zeigt sich seitlich besonders schön
- Übergang: auf der Kleinseite warten direkt die Brückentürme
- Nächster Punkt: Kleinseitner Brückenturm (Malostranská mostecká věž)

6) Kleinseitner Brückentürme und Kleinseite: Barockkulisse
Hinter den Kleinseitner Brückentürmen (Malostranské mostecké věže) ändert sich die Stadtstimmung oft schlagartig. Die Kleinseite wirkt kleinteiliger, barocker, fast wie ein historisches Viertel, das sich um Plätze, Kirchen und stille Seitengassen herum entfaltet. Zwischen dem Kleinseitner Ring (Malostranské náměstí) und den umliegenden Straßen findest du eine Mischung aus repräsentativer Architektur und überraschend ruhigen Ecken, besonders wenn du ein paar Schritte aus der Hauptachse herausgehst. Dieser Abschnitt ist ideal, wenn du Prag nicht nur sehen, sondern auch kurz „entspannter“ fühlen willst.
- Kleinseitner Brückentürme (Malostranské mostecké věže) Eingangstor zur Kleinseite (Malá Strana)
- Aussicht: Turmaufstieg lohnt sich für Blick über Moldau und Brücke
- Kleinseitner Ring (Malostranské náměstí) barocker Platz mit starkem Stadtbild
- St.-Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite (Kostel svatého Mikuláše) einer der großen Barockräume
- Foto-Spot: Blick zurück zur Brücke mit Türmen als Rahmen
- Gastro-Idee: tschechische Küche in Nebenstraßen wirkt oft „ehrlicher“ als direkt am Platz
- Pause-Idee: kurzer Abstecher Richtung Kampa-Insel (Kampa) wenn du Luft willst
- Detail: kleine Innenhöfe und Durchgänge, die man leicht übersieht
- Orientierung: der Anstieg zur Burg startet über Nerudova-Straße (Nerudova)
- Nächster Punkt: Nerudova-Straße (Nerudova ulice) Richtung Hradschin

7) Nerudova-Straße bis Prager Burg: das Finale
Der Anstieg über die Nerudova-Straße (Nerudova ulice) hinauf Richtung Prager Burg (Pražský hrad) ist das klassische Finale des Königswegs. Mit jedem Meter verändert sich die Perspektive, die Dächer rücken tiefer, die Blickachsen werden weiter, und die Stadt bekommt dieses berühmte „oben angekommen“-Gefühl. Ob du die Burg als großes Highlight siehst oder als Startpunkt für weitere Entdeckungen, spielt kaum eine Rolle, denn der Weg dorthin ist bereits ein Erlebnis. Spätestens im Burgareal, mit dem Veitsdom (Katedrála svatého Víta) als dominierendem Abschluss, wird klar, warum dieser Abschnitt seit Jahrhunderten als der große Zielpunkt Prags gilt.
- Nerudova-Straße (Nerudova ulice) der klassische „Burg-Anstieg“ mit Hauszeichen
- Foto-Spot: Rückblicke über die Dächer der Kleinseite werden mit jedem Meter besser
- Detailjagd: Hauszeichen, Laternen, Portale – ideal für Serienfotos
- Hradschiner Platz (Hradčanské náměstí) großes Vorfeld der Burg, oft sehr fotogen
- Prager Burg (Pražský hrad) Ziel der Route, größter Burgkomplex der Stadt
- Veitsdom (Katedrála svatého Víta) krönender Abschluss im Burgareal
- Alter Königspalast (Starý královský palác) wenn du den historischen Kern suchst
- Goldenes Gässchen (Zlatá ulička) kurze, ikonische Gasse, oft sehr voll
- Aussicht: je nach Route bietet sich ein kurzer Stopp an einem Burg-Aussichtspunkt an
- Gastro-Idee: nach der Burg eher „runter in ruhigere Straßen“ für ein entspanntes Abendessen

